Tekkno ist cool (Teil 2) - Platz 15 bis1

Die absolut unverhandelbaren Top-30 besten EURODANCE Tracks

MykxSep 13, 2026

Teil 1 mit den Plätzen 30 bis 16 gibt's hier.


15. Real McCoy - Automatic Lover (1993)

Von Real McCoy wähle ich diesen Track, weil er wie ne nette Electro-Nummer anfängt, dann aber leider keine ist.

Aus irgendwelchen Gründe war das Projekt auch very erfolgreich in the USA. Ihr ”Hit” Another Night schaffte es dort bis auf Platz drei der Billboard Charts. Kann mir auch keiner erklären...


14. Maxx - Get a Way (1993)

Diese Art Bassline mag ich sehr. So was in der Art begegnet uns auch auf Platz 11 nochmal.


13. DJ BoBo - Let the Dream Come True (1994)

Two words: DJ und Bobo.

Und Herr Baumann schrieb selbst.

Also, ”schrieb”.

Joar...


12. The Free - Lover on the Line (1994)

Das hier dürfte nochmal etwas unbekannter sein. Dahinter stecken die Produzenten, die auch Das Modul verbrochen haben. Das Modul war ja quasi Blümchen in der Marianne & Michael Variante. Haben auch nen Song von Paso Doble gecovert (Computerliebe).

Einen Platz in meinem Herzen dürfen sie aber für ihren Albumtitel ”Urlaub Auf Der M.S. Dos” beanspruchen...


11. Masterboy - Feel the Heat of the Night (1994)

Das Teil höre ich mit ”Get A Way” von Maxx auf Dauerschleife. Was ein treibender Beat im Refrain...


10. Haddaway - What Is Love (1992)

Das dürfte aber nun wirklich jeder kennen. Die Scheibe stand seinerzeit bei meinem Stammladen Important Records in Essen zwischen Harthouse, Bonzai und englischen Breakbeat-Importen.

Da habe ich es dann auch gekauft, zusammen mit ein paar Acid-Scheiben, und habe es den Rest des Tages auf Repeat gehört...

Wer es ein wenig eklektischer schätzt, kann es auch gerne in diesem Eminem Track verwurstet anhören.


9. Capella - U Got 2 Let the Music (1993)

Capella waren mir tatsächlich bereits aus den 80ern mit so Pump Up the Volume Ripp-off Tracks wie ”Bauhaus” und ”Helyom Halib” bekannt, bevor sie dann plötzlich aus vollem Lauf auf den Eurodance Zug gesprungen sind.

Das hier ist natürlich vor allem gut, weil es die Melodei von Alphavilles ”Sounds Like a Melody” klaut.


8. U96 - Love Sees No Color (1993)

Von dem Teil gibt es zwei Versionen, die jeweils andere Vorzüge haben.

In Variante 1 hat Herr Christensen ”Living on Video” unter sein Disco-Hack gemengt.

In der, besseren, Variante 2 dann zur Freude aller Beteiligten ”Sleeper in Metropolis” von Anne Clark.


Anmerkung: Diese Liste ist enstanden, bevor das folgende Musikstück von Arschlöchern und Rassistenwichsern vereinnahmt wurde.

7. Gigi D’Agostino - L’Amour Toujours (1999)

So gerade noch an der Grenze zu den 90ern, ist der Gigi ja selbst unter den Guilty Pleasures noch ein besonders guiltyes Pleasure. Ich mag hier vor allem den zweiten Teil sehr gerne, wenn die männliche Stimme den Gesang übernimmt.

Das schon sehr Autoscooter jetzt.

Die Originalversion hört sich übrigens so an. Ist ein wenig mehr Synth und der Mann singt zwei Strophen.

Und dann gibt es noch die ”langsame” Version, die ich am liebsten mag.


6. Captain Hollywood Project - More and More (1992)

Diese Synths am Anfang. 😍

Mitgeschrieben hat daran Nosie Katzmann, der auch die ”Lyrics” für Mr. Vain geschrieben hat...


5. Mark ‘Oh - Randy (Never Stop That Feeling) (Westbam Remix) (1993)

So, jetzt wird es etwas vertrackt. Bestimmt wird hier wieder irgendwer seine haarigen Spinnenbeine rausbaumeln lassen und murmeln, ”Das ist aber kein Eurodance”. Joar, wie gesagt: mein Spiel, meine Regeln.

Aber irgendwie gehört Mark 'Oh beim Thema Eurodance auch dazu. Das hier ist der Westbam Remix seiner allerersten 12", die noch im Selbstverlag bei A.S.K. Records rauskam. Das war tatsächlich auch in der Techno-Szene ein kleiner Hit.

Das Original setzt auf einen Beat von den Stone Roses und die typischen Rave-Sounds der Zeit, in diesem Fall aus dem Kracher ”Mentasm” von Second Phase gemopst.

Das schraggelt so ein paar Minuten vor sich hin, bis dann dieses geile Vocal-Sample kommt.

Der Herr Westbam, oder seine Produzenten, haben sich dann gedacht: Den ganzen langweiligen Kram lassen wir weg und machen aus dem guten Teil einfach einen neue Track, haben das remixed und auf Low Spirit neu rausgebracht...

So klingt derweil das Original:


4. Culture Beat - Mr. Vain (Original Radio Edit)

TORSTEN FENSLAU \o/

Ich wählte hier den ”Original Radio Edit”, weil das der einzige Mix ist, der nicht direkt mit dem Synth-Riff einsetzt. Hier wird erst mal 1 1/2 Minuten auf der Gitarre rumgezupft, aber wenn die Synths dann kommen, DANN FLIEGT DAS DACH VON DER HALLE!!!

Der Track ist auch in einem Kid Cudi Remix verwurstet:


So. Top-3. UND JETZT RÜCKWÄÄÄÄRTS!!!

3. Charly Lownoise & Mental Theo - Wonderful Days (1994)

Die Herren Karl Tiefenlärm und der mentale Theo sind ja in den Anfänge ihrer Karriere eher durch so Gassenhauer (im wahrsten Sinne des Wortes) wie ”Tiroler Kaboemsch” bekannt geworden.

Die Nummer hier lebt aber auch im Grossen und Ganzen von der Melodie des Originaltitels von Tony Ronald:


2. Snap! - Rhythm is a Dancer (1992)

Vermutlich das Meisterstück von Anzilotti & Münzing. Neben ”Electrica Salsa” und ”Bad News” von OFF und allem von 16BIT.

Wie sagte mal ein kluger Mensch: ”Rhythm is a Dancer ist natürlich objektiv gesehen der mit Abstand beste Eurodance-Song.”

Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

Die Melodie basiert natürlich auf dem Track ”Auto-Man” der 80er Electro-Kombo Newcleus:

Und wer von dem Track einfach nicht genug bekommen kann, hier noch die Version von Mux Mool. Nicht zu verwechseln mit Max Mutzke. DAS wäre wirklich schlimm...


So. Einer noch. Snap!, Alban, Haddaway und Culture Beat sind durch...

Captain Jack, Scatman John oder Coco Jambo werden es auch nicht...

Für mich der beste Track aus dieser Musikepoche:

1. Dune - Million Miles from Home (1996)

Die Strings, die leicht anvocodierte Stimme, die hektischen Beats, der Refrain. Einfach ein perfekter Song.

Einfach hundert Jahre auf Dauerschleife, während einem die Aliens von Alpha Centauri das Rückenmark raussaugen…

Auch geil in der Version von Pendulum:

UND ES GIBT AUCH EINE VERSION VON DEN SCHLÜMPFEN!!!


Und damit sind wir durch. Das war am Ende anstrengender als gedacht. Wobei ich betonen möchte, dass ich alles, was hier heute gespielt wurde, komplett unironisch gerne höre.

Zur privaten Nachbereitung des Seminars stelle ich zwei eurodancinge Mixe zum asynchronen Abruf bereit. Insgesamt vier verfickte Stunden. Da schlackert die Seekuh mit den Öhrchen.


Und aus der Kategorie ”Genuss zum Schluss” hier noch ein Track von General Base. Ist zwar kein Eurodance, aber ein Fucking Classic!